Wenn die KSK prüft - Checkliste für Ihre Unterlagen
Lesezeit: 11 min · Aktualisiert: 2026-04-27
Dieser Artikel informiert über rechtliche Themen rund um die Künstlersozialabgabe nach KSVG. Er ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Die rechtliche Bewertung im Einzelfall bleibt bei Ihnen bzw. Ihrem Steuerberater.
Eine KSK- oder DRV-Prüfung ist selten angenehm, aber gut vorbereitbar. Entscheidend ist nicht nur, ob Sie gezahlt haben, sondern ob Sie jede Entscheidung nachvollziehbar belegen können: Warum wurde eine Rechnung gemeldet? Warum wurde eine andere nicht gemeldet? Und wie wurden gemischte Rechnungen aufgeteilt?
Lesen Sie auch die Anleitung zur Entgeltmeldung, weil viele Prüfungsbefunde aus unvollständigen Jahresmeldungen entstehen.
Wer prüft?
In der Praxis gibt es zwei Wege. Die Deutsche Rentenversicherung prüft die KSK-Abgabe im Rahmen der regelmäßigen Sozialversicherungsprüfung. Die Künstlersozialkasse kann außerdem direkt nach Unterlagen fragen, etwa bei Auffälligkeiten oder Stichproben.
Diese Unterlagen sollten bereitliegen
| Unterlage | Warum wichtig? |
|---|---|
| Rechnungen an Kreative | Grundlage jeder Bemessung |
| Werk- und Honorarverträge | Einordnung der Leistung |
| Zahlungsnachweise | Belegt den tatsächlichen Zahlungszeitpunkt |
| Entgeltmeldungen | Vergleich mit gemeldeten Jahressummen |
| Vorauszahlungsbelege | Nachweis fristgerechter Zahlungen |
| Aufteilung gemischter Leistungen | Verhindert Vollansatz der Rechnung |
| Bagatell-Dokumentation | Belegt Ausnahmen bei gelegentlichen Aufträgen |
Rechnungen und steuerlich relevante Unterlagen sind in der Regel 10 Jahre aufzubewahren. Für die KSK-Prüfung ist es sinnvoll, die KSK-Bewertung direkt an der Rechnung oder in einem Export zu dokumentieren.
Prüfung vorbereiten: 8 Schritte
- Prüfungszeitraum und Frist aus dem Schreiben notieren.
- Alle Rechnungen des Zeitraums exportieren.
- KSK-relevante Rechnungen nach Kategorien sortieren.
- Nicht gemeldete Rechnungen mit Grund dokumentieren.
- Gemischte Rechnungen mit Aufteilung belegen.
- Zahlungsnachweise und Vorauszahlungen zuordnen.
- Entgeltmeldungen mit den Summen abgleichen.
- Offene Grenzfälle vorab mit kurzer Begründung versehen.
Häufige Befunde
| Befund | Risiko |
|---|---|
| GmbH korrekt ausgeschlossen, GbR aber übersehen | Nachzahlung |
| Webdesign komplett als Programmierung behandelt | Nachzahlung |
| Reisekosten nicht getrennt ausgewiesen | Vollansatz möglich |
| Entgeltmeldung fehlt | Schätzungsbescheid |
| Bagatellgrenze nicht belegbar | Ausnahme wird verworfen |
Ein Schätzungsbescheid ist besonders unangenehm, weil Sie dann aktiv nachweisen müssen, dass die Schätzung zu hoch ist. Je sauberer Ihre Rechnungs- und Klassifikationshistorie, desto leichter ist ein Widerspruch.
So reduziert KSKlar den Prüfungsaufwand
KSKlar speichert für jede Klassifikation den Status, die Kategorie, den Confidence-Wert und manuelle Korrekturen. Dadurch entsteht ein Audit-Trail, der zeigt, warum eine Rechnung gemeldet oder nicht gemeldet wurde.
Vor einer Prüfung exportieren Sie die relevanten Rechnungen, Summen und Entscheidungen. Für die Berechnung der Bemessungsgrundlage lesen Sie weiter: Was zählt zur KSK-Abgabe?
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