Vorauszahlung 2026: So berechnen Sie korrekt
Lesezeit: 5 min · Aktualisiert: 2026-04-27
Dieser Artikel informiert über rechtliche Themen rund um die Künstlersozialabgabe nach KSVG. Er ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Die rechtliche Bewertung im Einzelfall bleibt bei Ihnen bzw. Ihrem Steuerberater.
Die KSK-Vorauszahlung ist die monatliche Abschlagszahlung auf Ihre erwartete Jahresabgabe. Sie schützt vor großen Nachzahlungen, kann bei falscher Schätzung aber auch Liquidität binden. Für 2026 ist entscheidend: Rechnen Sie mit dem Abgabesatz 4,9 % und prüfen Sie Ihre Annahmen quartalsweise.
Lesen Sie vorher wie die KSK-Abgabe berechnet wird, wenn Sie die Grundformel noch nicht kennen.
Die Formel
Geschätzte KSK-pflichtige Netto-Honorare des Jahres mal 4,9 %, geteilt durch 12 Monate.
| Schritt | Beispiel |
|---|---|
| Vorjahres-Entgelte | 30.000 EUR |
| erwartetes Wachstum | 5 % |
| Prognose 2026 | 31.500 EUR |
| Abgabesatz 2026 | 4,9 % |
| Jahresabgabe | 1.543,50 EUR |
| monatliche Vorauszahlung | 128,63 EUR |
Die Vorauszahlung ist grundsätzlich zum 10. des Folgemonats fällig. Bei verspäteter Zahlung können Säumniszuschläge entstehen.
Drei sinnvolle Schätzmethoden
1. Vorjahres-Methode
Sie nehmen die Entgeltsumme des Vorjahres und rechnen sie mit 4,9 % hoch. Das ist die konservativste Methode, wenn sich Ihr Geschäft kaum verändert.
2. Quartals-Hochrechnung
Sie nehmen die KSK-pflichtigen Entgelte des ersten Quartals, multiplizieren sie mit vier und leiten daraus die Jahresprognose ab. Diese Methode ist genauer, wenn Sie stark wachsen oder weniger externe Kreative beauftragen als im Vorjahr.
3. Sicherheitsaufschlag
Sie rechnen mit der Vorjahres-Methode und addieren 10 bis 15 %. Das reduziert das Risiko einer Nachzahlung, bindet aber mehr Liquidität.
Schritt für Schritt
- Alle KSK-pflichtigen Netto-Honorare aus dem Vorjahr ermitteln.
- Erwartete Veränderungen für 2026 einschätzen.
- Neue Jahresprognose bilden.
- Jahresprognose mit 4,9 % multiplizieren.
- Ergebnis durch 12 teilen.
- Quartalsweise gegen reale Rechnungen prüfen.
Häufige Fehler
- Alter Abgabesatz: 2026 nicht mehr mit 5,0 %, sondern mit 4,9 % rechnen.
- Reisekosten mit einbeziehen, obwohl sie getrennt ausgewiesen sind.
- Gemischte Rechnungen nicht aufteilen.
- Wachstum ignorieren und dadurch eine zu niedrige Vorauszahlung ansetzen.
- Anpassung nicht beantragen, obwohl sich die Auftragslage stark geändert hat.
Wenn die realen Entgelte deutlich von Ihrer Schätzung abweichen, sollten Sie die Vorauszahlung anpassen lassen. Das geht formlos mit einer nachvollziehbaren Begründung.
KSKlar kann die Vorauszahlung aus importierten Rechnungen automatisch fortschreiben und Abweichungen früh anzeigen. Relevant ist dafür vor allem, welche Rechnungspositionen zur KSK zählen.
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